Kapitel 2 – Eine Standortbestimmung

Das Gebiet auf dem wir uns hauptsächlich miteinander bewegen, Sie, liebe Leser, mit mir, der Erzählerin, hat folgende Koordinaten:
Der westlichste Punkt liegt mit 24 Grad westlicher Länge in Island. Den östlichsten Punkt bildet das Uralgebirge mit 60 Grad östlicher Länge. Der südlichste Punkt liegt auf der Insel Kreta mit 34,5 Grad nördlicher Breite und die Nordgrenze liegt bei 71 Grad nördlicher Breite am Nordkap.
In Nord-Süd-Ausrichtung sind das fast 4.000 Kilometer und in West-Ost-Ausrichtung 6.000 Kilometer, die es allein auf dem europäischen Kontinent mit Siebenmeilenstiefeln zu durchmessen gelte, denn die Familie war eine wanderfreudige.

Da ich es mit den Maßen jedoch nicht so genau [zu] nehme[n imstande], will ich mich geographisch auf den eigentlichen und zentralen Kern in Europa fokussieren: Mittel[ost]europa. Oder was mir begrifflich immer sympathischer ist – die österreichische Bezeichnung dafür: Zentraleuropa.

Das bedeutet:
Die familiären Wanderschaften in andere Teile der Welt, vor allem die Stippvisiten über den großen Teich oder in den asiatischen Raum werde ich außen vor lassen. Das führt zu weit und letztlich zu nichts.

Mit einer Ausnahme…
Der Sprung über den großen Teich in die USA, New York [nicht die City, sondern das „Bundesland“], den der Großonkel Dionis im Jahr 1926 wagte, wird eine Rolle spielen. Auf ihn wird im Verlauf der Geschichte in einem eigenen Kapitel [Kapitel xy zu geg. Zeit zu verlinken] eingegangen werden, weil er im Sinne der [geschichtswissenschaftlichen] „What if“-Frage [also: „was wäre gewesen, wenn…“] für gegenwärtig lebende Personen eine das Leben fundamental verändernde Rolle gespielt hätte [wenn man ihn von höherer Stelle aus gelassen hätte!] und insofern auch für Sie, meine lieben Schatzsucherinnen-Leser. Zumal der Dionis mit seiner Frau Kathie am Tag des Geburtstages Eures Vaters Di. mit der Columbus von Bremen aus in die neue Welt aufbrach. Es war für Dionis zugleich der Tag, an dem er vom alten Kontinent Europa Abschied nahm. Für immer. Auch die Lieben im österreichischen Kronland sollte er danach niemals wiedersehen [vielleicht sind die letzten vier Sätze zu einem späteren Zeitpunkt der Einstieg in den Text- und Handlungsteil – wie einmal bereits hier fiktional assoziierend aufgeschrieben!? Ggf. dann hier streichen].

Asien, insbesondere das Mekong-Delta, liebe Leser, spielt wiederum in der Generation eine Rolle, die zwischen der Geschichte[n]erzählerin und den Schatzsucherinnen steht. Es ist der namensgleiche Cousin Ch., der zum Zeitpunkt dieser Niederschrift kurz vor dem Abschluss der Ethnologi[sch]e[n] [Wissenschaften] steht und den es – wie die Erzählerin in jungen Jahren auch – immer wieder zu diesem geheimnisvollen, kulturell faszinierenden Kontinent hinzieht. Nur mit dem Unterschied, dass er zwei der dort vorherrschenden Sprachen, darunter Thai und Indonesisch, fließend spricht. Der Vollständigkeit halber sei dies erwähnt und sofern die Schatzsucherinnen mögen, bleibt es ihnen überlassen, zu gegebener Zeit die Geschichte an dieser Stelle um die fehlenden zukünftigen Jahr[zehnt]e fortzuschreiben und aus der eigenen Sicht heraus zu ergänzen.

Ich, die Erzählerin, möchte mich mehr auf die Gegenwart, vor allem die – uns heute noch beeinflussende – nahe Vergangenheit, sprich die vergangenen 100 [120/140] Jahre fokussieren [zu geg. Zeit den Zeitraum korrigieren!]. In diesem Zeitraum spielt sich die Familiengeschichte in Zentraleuropa ab.

Wäre ich, die Erzählerin, mit zeichnerischer Begabung, die mir leider nicht in die Wiege gelegt und zu keiner Zeit besonders – es lernender Weise mir anzueignen – gesegnet, wäre es mir nun ein leichtes, die Wanderungsbewegungen, die Kristallisationspunkte, die Knotenpunkte, die für die Familiengeschichte von besonderer Bedeutung waren und sind, hier in eine Karte hinein zu zeichnen.
Da dem nicht so ist, habe ich es verbal zu umreißen.

Dazu sei Folgendes abschließend angemerkt:
Zu den geografischen Wurzeln und dem heute noch nach der Familie benannten Ort zu reisen, führt zu nichts. Auf diesen Spuren wandelte ich – die Ursprungsquelle des Familiennamens suchend – vor einigen Jahren. Vergebens! Außer geografischen Besonderheiten fand sich keine Quelle, kein Nachweis eines tatsächlichen Zusammenhangs, des Seins. Gleichwohl die dortige Spurensuche die Bekanntschaft mit interessanten Menschen und eine Kaffee-Einladung zur dortigen Obrigkeit brachte, zu der auch ein lokaler Historiker herbei geholt worden war. Interessanterweise konnte auch der Historiker nicht [er]klären – auch nicht der Herr Altbürgermeister – woher der Namensursprung seiner Gemeinde kommt, die zum damaligen Zeitpunkt des Besuchs der Erzählerin ein 700-Seelendorf war.

Insofern…
Die Geschehnisse und die Schilderungen d[ies]er Geschichte konzentrieren sich auf die[jenigen] Orte, an denen die hier vorkommenden Personen sich zu ihren Lebzeiten aufhalten: [aus heutiger Sicht sind dies, zum Zeitpunkt der Niederschrift] Schweiz, Frankreich, Belgien, Deutschland, Österreich, Polen, Ukraine, Rumänien.
Also: Zentraleuropa!

Wenn mir noch etwas zur Standortbestimmung einfällt, wird es ergänzt werden!

W E R mir zu Kapitel 2 etwas mitteilen möchte, der möge dies bitte auf meinem Hauptblog Wi[e]der[W]orte tun.

Die Na[c]htkant[in]e ist nämlich ein nicht-öffentliches Blog!
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Er möge sich still verhalten und durchwursteln, um heraus zu finden, worum es hier geht 😉

In Kürze folgen:
Kapitel 3 = Generationen und Personen

Kapitel 1 – Eine Gebrauchsanleitung

Dies ist der Versuch einer Geschichte[n]schreibung im wahrsten Sinne des doppelten Wortsinns.
Der Versuch eine Geschichte zu schreiben.
Und zugleich auch der Versuch, G-e-s-c-h-i-c-h-t-e zu schreiben.
Eine Geschichte, die die Epochen streift, sie durchwandert. Manchmal mit großen, schweren Siebenmeilenstiefeln, dann wieder leichtfüßig auf Mokassins von Stein zu Stein über einen Bach hüpfend, im Augenblick d e r Geschichte[n]schreibung verweilend. Das Brennglas der Geschichte auf eine einzelne Geschichte, auf ein Detail richtend. Dem kleinen flinken Fisch nacheilend, den schillernden Bachverlauf beschreibend. Die Erlebnisse schildernd, die Begebenheiten, die Unerhörtheiten, Augenblicke des Zorns, der Wut, der Enttäuschung, der Trauer genauso festhaltend wie Momente des Glücks, der Liebe, der Zugehörigkeit, der Verbundenheit, des Zusammenhalts, des Füreinander Einstehens, des Miteinander. Glück und Schicksal.Segen und Fluch.

Diese Geschichte hat jedoch nicht den Anspruch, eine Meistererzählung zu sein oder zu werden.
Diese Geschichte ist schlicht und einfach [m]eine Familiengeschichte, wie sie milliardenfach auf der Welt vorkommt.

Sie erhebt daher nicht den Anspruch auf die absolute Wahr[haftigk]heit.
Denn, was wahr ist oder sei, kann immer nur die Wahrheit der Geschichtenerzähler[in] sein. Und dies auch nur im Augenblick des Niederschreibens. Wer weiß, wie die Wahrheit aussähe, würde das, was hier geschrieben steht, und was die geneigte Leserin, der geneigte Leser erst im Augenblick des Vor-Augen-Kommens [als] wahr[haft] aufnimmt, erzählt und nieder geschrieben.
Verändert doch der ständige Fluss der Zeit auch den Blick auf Vorkommnisse und Geschehnisse und auf die Menschen, die hinter den Handlungen und den Ereignissen, die sie in Gang setz[t]en, stecken. Schließlich stimmt auch die Lebensalterszeit milde. Sie verengt oder weitet den Blick nicht nur eines Lesers, sondern auch der Erzähler[in].

Der Einfachheit und besseren Lesbarkeit wegen wird im Folgenden und während der gesamten Geschichte[n]schreibung nur noch vom „Erzähler“ und vom „Leser“ geschrieben, auch wenn eigentlich die Geschichte[n]-Erzähler-i n gemeint und natürlich stets mit jedem Worte auch die Leser-i n angesprochen ist. Nur wenn es einmal wirklich darauf ankommt, von besonderer Bedeutung für das antizipierende Verständnis ist, wird die weibliche Form explizit hervorgehoben.

Weiters…
die Erzählerin ist nicht die Autorin, sie kann gar nicht die Autorin sein, denn Autorschaft bedeutet, derjenige zu sein, der eine Geschichte, besser eine Handlung, die dahinter steckt, selbst verursacht oder federführend lenkend, wenigstens aber be-einflussend herbei geführt hat. Das habe ich nicht. Insofern gebe ich als Erzählerin die Geschichte im ureigentlichen publizistischen Sinne wider. Insofern ist es mir lieber, vom Erzähler zu schreiben, sie oder ihn im einen oder andern Fall – dank moderner Technik – auszugsweise [vor] zu sprechen[!?] oder zu zeigen [!?] [lassend].

Im übrigen gilt ja seit der [Post]Moderne der Spruch: „Der Autor ist tot!“
Insofern: Kann heute noch [von mir!] irgendetwas gedacht oder geschrieben werden, das in dieser Form oder anders nicht schon irgendwo auf der Welt existiert? Selbst wenn es in einer anderen Sprache, gar in einem anderen Sprachcode, verfasst vorläge, es existierte und hätte demzufolge eine[n] andere[n], der sich der eigentlichen Autor[in]schaft versichern dürfte.

Da die Geschichte[n] hier bisweilen kompliziert und verzwickt genugwird, soll sie durch das Auseinanderfallen von Autor – Erzähler – Figur[en] nicht zusätzlich beschwert werden. Zumal der einfacheren Lesbarkeit und Identifikation [im Sinne von Nachvollziehen der Geschichte[n] wegen] die Erzählerin zugleich in die Rolle der Protagonist[inn]en schlüpfen wird und aus deren Perspektive berichten wird. Das wird aller meistens die weibliche Sicht, vereinzelt jedoch auch die männliche Sicht sein. Stets werden die Ereignisse im Präsens geschildert. Quasi so, als ob sie gerade passierten, sich im Moment des Zu-Gesicht-Kommens des Lesers ereignen würden. Auch dies der besseren Lesbarkeit und des Verständnisses wegen. [Vielleicht werden Rückblenden in die Vergangenheit, wenn sie im Kontext der Gegenwart erzählt werden, im Präteritum geschrieben… die Erzählerin weiß das im Moment, als sie diese einleitende Gebrauchsanweisung schreibt, noch nicht, das wird die Übung des Niederschreibens und die damit zu machende Schreib- und Lese-Erfahrung zeigen].

Vielleicht wird es manchmal, dort wo Ereignisse und Vorkommnisse es erfordern, und der Geschichte wegen eine größere Distanz zum Geschehen oder zu einzelnen Personen vonnöten, in die personale Form des Erzählens oder gar in die auktoriale Sicht des allwissenden Erzählers gewechselt. Der Leser wird es jedoch merken, da ich sowohl die Mitleser der Entstehungsgeschichte[also jene Leser, denen diese Zeilen zum Zeit[nahen]Punkt des Niederschreibens zu Gesicht kommen] wie auch jene Leserinnen, die ggf. erst zum Zeitpunkt des nicht mehr Daseins der Erzählerin diese Geschichte in die Hände bekommen, für klug genug und so schlau halte, das eine oder andere erkennen zu können, entsprechend wahr zu nehmen und nach ihrem Lese-Verständnis einzuordnen.

Die [Familien]Leserinnen, für die ich dies eigentlich schreibe, bezeichne ich fortan als
S c h a t z s u c h e r i n n e n. Sie unterscheiden sich von den anderen Lesern, den mir sehr geneigten wie auch den Zufalls-Leserinnen[also jenen die im Internet zufällig diese nicht gelistete Website finden!] dadurch, dass sie eben einen Familienschatz, die Geschichte ihrer Familie, wie sie sich zugetragen [haben könnte], heben.

Bevor es richtig losgeht mit Geschichte[n], möchte ich Sie, liebe Leserinnen, für die dies bestimmt, aber auch für Sie, meine mir in der publizierenden Web 2.0.-Community gewogenen Leser, die es interessiert, eine kleine Standortbestimmung geben. Ferner möchte ich einige Hintergründe genereller Art zu den Generationen und ihren Personen erläutern.

Diese Gebrauchsanleitung wird ggf. fortgeschrieben…..

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In Kürze folgen:
Kapitel 2 = Standortbestimmung
Kapitel 3 = Generationen und Personen